Feel the sensations

Im Dynamic Yoga benutzen wir oft die Instruktion "feel the sensations" - fühle die Empfindungen. Gestern beim Vorbereiten ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie diese "einfache" Instruktion, doch sehr schwierig ist in der Umsetzung. Wahrzunehmen was gerade ist. Anzunehmen was gerade ist. Ohne zu analysieren, ohne zu werten, ohne zu verdrängen ... Sich dem Jetzt hingeben und es geschehen lassen. Ganz Hier zu sein und die ganze Fülle zu zulassen. 

Wir sind es meist nicht mehr gewohnt zu fühlen. Wirklich wahrzunehmen wie es uns geht. Im Hier und Jetzt zu sein. Und wenn dann ein Gefühl so stark wird, dass wir es nicht mehr ignorieren können, dann kommt sofort unser Gehirn und analysiert und bewertet. Und oft lenken wir uns anschliessend ab, verdrängen es wieder und versuchen es zu ignorieren. Wir sind es gewohnt alles zu bewerten. Zu allem eine Meinung zu haben. Braucht es das wirklich? Ist unser Gehirn wirklich die ultimative Instanz? Ist Freude wirklich gut; Trauer wirklich schlecht; Geborgenheit wirklich gut? Wurden wir nicht schon oft im Nachhinein vom Gegenteil überzeugt? Sind Gefühle und Fühlen nicht einfach Teil unseres Naturells? Gehören sie nicht zu uns wie die Sonne und der Regen zur Erde? 

Verhält es sich nicht genau wie mit Sonne und Regen? Es braucht beides, damit etwas wachsen und gedeihen kann. Ohne Sonne wächst keine Pflanze und nichts kann leben. Ohne Regen geht es aber auch nicht. Macht fühlen uns Menschen nicht genau zu Menschen? Unterscheidet uns schlussendlich von Maschinen? Und brauchen wir Menschen diese Gefühle und das Fühlen nicht genauso wie Sonne und Regen, um gedeihen und wachsen zu können; uns weiter zu entwickeln? 

 

Ich lade euch deshalb ein: feel the sensations 💟